Im Feriendorf steht jetzt Herbstputz an

Knapp 80.000 Übernachtungen in Einrichtung am "Hohen Hain" in Limbach-Oberfrohna

 

Limbach-Oberfrohna. Der Herbst ist da. Buntes Laub auf Wegen und Plätzen, Blätter schwimmen im Wasser des kleinen, herrlichen Erlebnisbades. Das Saisonende im Feriendorf "Hoher Hain" steht vor der Tür. Ab 31. Oktober arbeiten die Hausherren und ihre Helfer für die Erhaltung und die Verschönerung des Objektes.

"Das Jahr 2000 war unser bisher bestes Jahr", sagt Ingo Sieber, mit Gunter Kosalla Gesellschafter der GbR."20.165 Anreisen haben wir gezählt, das entspricht 79.650 Übernachtungen, davon sind zwei Drittel Klassenfahrten, drei bis fünf Tage, und ein Drittel Ferienfreizeiten mit 14 Tagen Aufenthalt."

Bei unserem Besuch trafen wir Mädchen und Jungen aus den fünften klassen der Weidenplanschule in Halle. "Ich bin regelmäßig, ein- bis zwei mal im Jahr, mit Kindern unterwegs", sagt Hella Treydte, Lehrerin der 5 b. "Hier ist es von der Umgebung her wunderschön, weitläufig, mit ordentlichem Freizeitangebot, und das alles bei sehr günstigen Preisen." Für die Tischzeit empfiehlt sie eine Staffelung, damit sich die laute Kinderschar nicht so staut. Brigitta Kamradt, Lehrerin der 5 a, meint: "Die Kinder können sich frei im Gelände bewegen und empfangen viele Anregungen für die Freizeit - Kurzfahrten, Bad, Kino. Heute Abend grillen wir, morgen fahren wir zu den Felsendomen. Jeder Tag ist ausgefüllt." Und was sagen die Kinder? "Mir gefällt es hier sehr gut", sagt Anne aus der 5 b. "Es gibt fünf oder sechs Spielplätze und einen mit einer Riesenrutsche." Ihre Schwester Claudia sagt: "Das Fahren mit dem Dreirad hat mit am besten gefallen." Sie meint Tret-Kart. Dafür hat sie fünf Mark vom Taschengeld geopfert. Für die technischen Schmeckerchen muss man bezahlen.

Das Ferienlager existiert seit 1953. Am 26. August 1996 unterschrieben Ingo Sieber (Jahrgang 1959) und Gunter Kosalla (1954) den Kaufvertrag für das Feriendorf "Hoher Hain". Mit 2,8 Millionen mark Investitionen per 31. Dezember 1999 musste tief in die Tasche gegriffen werden. "Wir sind das einzige private Ferienobjekt in dieser Größenordnung in Sachsen: 100.000 Quadratmeter Fläche und rund 100 Bungalows", sagt Ingo Sieber, "und der Wettbewerb ist hart. In Sachsen steht pro 100 Kinder ein Bett zur Verfügung, in Bayern ist das Verhältnis 300 Kinder/ein Bett. Außerdem haben sich die Bedürfnisse geändert", fährt er fort. Allein das Edelstahl-Schwimmbecken, 25 Mal 10 Meter mit Rutsche, Blubberspeier, Wasserpilz und Unterwasserbeleuchtung, kostete 925.000 Mark.

In diesem Jahr wurde die neue Drei-Felder-Sporthalle mit Tartanbelag fertig. 50 Mal 32 Meter groß, lässt sie sich variabel nutzen.

Weiter geht es in der "Winterarbeit". Im Dorf 3 werden sechs Bungalows mit Sanitäzelle ausgestattet, im Dorf 1 erhalten 30 Bungalows neue Betten. Auch der Schülerklub ist fertigzustellen. "Das ist unser Problem", erklärt Ingo Sieber. "Nur im Winter kann gebaut werden, und nicht immer sind Bauarbeiten möglich." Buchen kann man einen Aufenthalt im Feriendorf "Hoher Hain" im Reisebüro, bei gemeinnützigen Anbietern und in begrenztem Umfang auch direkt im Ferienlager.

Wermutstropfen: Für den Sommer 2001 gibt es nur noch wenige freie Plätze. (JH)